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nature morte

Zum Winterrundgang der Spinnerei Galerien präsentiert die Galerie Thaler Originalgrafik eine Gruppenausstellung mit Inga Kerber, Marco Wagner und Laura Eckert

Die Ausstellung nature morte widmet sich Ideen von Natur und menschlicher Existenz durch die Darstellung metaphorischer Zustände. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die Natur und Mensch als Verhandlungsraum zwischen vermeintlich natürlichen und kulturell geprägten Vorstellungen begreifen.
Der Ausstellungstitel  nimmt Bezug auf das kunsthistorische Stillleben als etwas idealisiertes, aber auch als eine Form der Konservierung. Zugleich öffnet er den Blick auf die Frage nach Natur und Tod sowie auf die Übergänge zwischen beiden.
Natur erscheint in der Ausstellung als betrachteter, arrangierter und kontrollierter Zustand, dessen Unversehrtheit hinterfragt wird. Gleichzeitig kommt der Materialität eine besondere Bedeutung zu: Material wird nicht nur als formgebendes Mittel verstanden, sondern als eigenständiger, natürlicher Bestandteil der Arbeiten.

 


Hotspot Leipzig

Bis zum 5. April 2026 zeigt das Drents Museum in Assen (NL) einen Fokus aus seiner Sammlung auf Leipzig


Defragmenting Eden

Defragmenting Eden

Tanja Selzer, Laura Eckert, Daniel Sambo Richter
Galerie SLP, Berlin
9. Oktober - 1. November 2025

Galerie Sara Lily Perez presents the group exhibition The Defragmentation of the Garden of Eden, bringing together works by Tanja Selzer, Laura Eckert, and Daniel Sambo-Richter.
Eden – traditionally understood as a mythical place of innocence, abundance, and origin – appears in this exhibition not as a harmonious whole, but as a broken and reassembled landscape. It is reframed as a site where beauty endures through fragmentation, and where destruction and renewal coexist.

The Defragmentation of the Garden of Eden presents paradise as a state in flux. Defragmentation implies a dual movement: disintegration and reconstruction, loss and creation, rupture and renewal. This exhibition views Eden not only as a biblical or mythological concept but as a metaphor for personal, ecological, and collective states of being.

In the dialogue between Selzer’s intimate tableaux, Eckert’s salvaged and reconfigured sculptures, and Sambo-Richter’s serene abstractions, Eden emerges not as a fixed place of origin but as a living process - desire turning into vulnerability, fragmentation opening up new possibilities, and transformation arising from reimagined fragments. Rather than depicting devastation, the interplay of these artistic voices suggests that even in broken moments, the garden remains a space of hope, beauty, and gentle renewal.


Field Studies

Die [ materialistin ] ist eine Gruppe Leipziger Künstlerinnen, deren Arbeits- und Handlungsschwerpunkt im erweiterten Feld der Skulptur liegt. Grundlage ihrer künstlerischen Praxis ist die Arbeit an und mit Material, das Interesse an Materialität und Transformation, die Faszination für physische Präsenz und die Auseinandersetzung mit dem Bezugssystem Material–Handlung–Raum.

Mit ihren individuellen Herangehensweisen und Handlungsansätzen eröffnen die Künstlerinnen spannungsreiche
ästhetische und diskursive Räume. ›Field Studies‹ auf dem TRANS – ART – VAL ist ein Projekt zur nachhaltigen Kunstproduktion, sozialen Interaktion und zum interdisziplinären Austausch in einem Transformationsraum
zwischen Kunst, Natur und Gesellschaft.
Das vom 1. Juli bis zum 26. Oktober 2025 angesetzte Projekt umfasst ein Bildhauersymposium
mit Ausstellung und das Begegnungs- und Vernetzungsformat MEET ME AT auf dem Projektgelände TRANS – ART – VAL im ländlichen Raum am Kulkwitzer See in Göhrenz/Markranstädt.

Scheinbar anachronistisch und mit leicht widerständigem Beharrungsvermögen agieren die
Künstlerinnen in Zeiten einer fortschreitenden Virtualisierung von Lebenswelten. In ihrer Hinwendung zu Material und Körper beanspruchen sie Zeitgenossenschaft, füllen Leerstellen körperlicher Abwesenheit mit experimentellen und differenten Setzungen. Sie hinterfragen und beleuchten ihre Arbeit vor dem Hintergrund aktueller Diskurse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen: wie etwa aktueller Zero-Waste und Postwachstumsdiskurse in Ökologie und
Ökonomie oder dem fluiden Verständnis von Material-Objekt-Mensch-Umwelt-Beziehungen des »new materialism«.
Die Gruppe agiert solidarisch und ist nicht hierarchisch organisiert. Ihre Heterogenität speist sich aus den Erfahrungshorizonten, die die Künstlerinnen aus ihren Herkunftsregionen in Nord-, Süd-, West- und Ostdeutschland sowie durch ihre akademischen Prägungen mitbringen. Darüber hinaus spielt auch die altersübergreifende
Struktur eine Rolle, der Gruppe gehören sowohl digital als auch material natives an.

[ materialistin ]
Laura Eckert
Enne Haehnle
Elisabeth Howey
Lucy König
Agnes Lammert
Wibke Rahn
Theresa Rothe
Sophie Uchman
Friederike Warneke